Warum man Idaho nicht unterschätzen sollte – 7 Things to do in Idaho

Da wir sowohl an der Grenze, als auch im Land oft Kommentare gehört haben, die größtenteils lauteten: „Was zum Teufel wollt ihr in Idaho?“, habe ich beschlossen, ein paar Gründe zu finden, die für einen Aufenthalt in dem Kartoffelstaat sprechen. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht wirklich suchen musste. Mir ist der Staat ans Herz gewachsen, schon allein aufgrund der Tatsache, dass er die Gelassenheit aus Westernzeiten ausstrahlt und die Leute alle sehr entspannt und zufrieden mit ihrem Leben dort sind. Abgesehen davon hat Idaho eine wunderschöne Landschaft mit Canyons, Flüssen und Seen, Bergen und vielen Pfaden, die man laufen kann und im Winter kann auch eine Menge Schnee fallen. All diese Ereignisse finden natürlich immer wieder mit Country-Hintergrundmusik statt (wenn sie grillen, läuft irgendwo ein Radio, wenn sie unterwegs sind, nehmen sie eins mit) – egal, ob du Country magst oder nicht… am Ende musst du es mögen, du hast schließlich keine andere Wahl.
Aber kommen wir zu den Dingen, die auf Anhieb zusagen:

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  • Quad fahren

Oder sollte ich eher, wie hier üblich, „ATV“ sagen? Idaho kann im Frühling unglaublich grün und strahlend sein, im nächsten Augenblick aber auch an eine Wüste erinnern. Egal welches von beidem zutrifft, mit dem Quad eine Tour durch die Umgebung und die Orte zu machen, ist eine der besten Erfahrungen überhaupt. Es macht Spaß; es ist aktiv, man sieht viel von der Gegend und man wird definitiv wach durch den Adrenalinkick, der beim Fahren einsetzt. Solange man vor der geplanten Tour die umliegenden Routen gecheckt und getankt hat, kann eigentlich nichts schiefgehen. Wasser mitzunehmen ist übrigens erlaubt, bei Essen sollte man eine Art geruchsdichten Kanister namens „Bear Can“ besorgen – Idaho hat einige Sicherheitsvorkehrungen wegen Bären und Pumas.

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  • Wasseraktivitäten

Mit dem Boot fahren oder fischen gehen, steht weit oben im Kurs, wenn es um die Wochenendfreizeit geht. Um die Hauptstadt Boise herum gibt es viele Gebiete mit Stau- und Schwimmseen. Die Stauseen schlängeln sich dabei ein Stück weit durch die Canyons und man kann an einigen der Häfen Boote für einen Tagesausflug leihen.

  • Hot Springs

Da ich gerade schon beim Thema „Wasser“ bin… Der kleine Ort Idaho City (ca 40 Minuten von Boise entfernt) hat eine fantastische kleine Therme mit Sauna, Jacuzzi und einem angegliederten Café. Die heiße Wasserquelle kommt direkt aus den Bergen und man genießt aus dem Becken den Blick in die Idylle. Am Pool dürfen Getränke bestellt und getrunken werden und natürlich bekommt man jederzeit seine Eiswürfel ins Wasserglas. Wenn man mehr Wert auf die Privatsphäre legt, gibt es auch einige Hütten mit eigenen Becken darin, die man für sich oder als Gruppe reservieren kann.

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  • Idaho City

Falls jemand auf der Suche nach dem klassischen Wilden Westen ist, kommt er vermutlich nicht näher dran, als in dieser ehemaligen Goldgräbergegend. Hier steht die Zeit still und man kann die beste, selbstgemachte Eiscreme auf einer weiß-pinken Veranda essen, von der man sich bestens vorstellen kann, wie früher Pferde an sie angebunden wurden. Alle Eissorten sind einzigartig und garantiert ungewöhnlich; Namen wie „Death by Chocolate“, „Birthday Cake“ und „Rocky Road“ tauchen im Sortiment auf und ihr solltet sie alle dringend probieren (schließlich sind zum Teil Smarties, Kekse, Streusel oder Marshmellows darin verborgen und mal ehrlich…wer würde das nicht wollen?!).

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Wem Eis zu süß ist, der kann auch einfach ins Restaurant nach nebenan schlendern. Trudy’s Kitchen bereitet alles zu, was man mit Amerika verbindet – in Portionen, die man mit Amerika verbindet. Die Tische sind mit weiß-rot-karierten Decken belegt und von der Decke baumeln die seltsamsten Küchenutensilien – auf jeden Fall sollte man das Steak und den Chocolate-Rasberry-Cheesecake probiert haben.
Und für diejenigen, die ohne Hunger in den Ort kommen (ich kann euch allerdings nur raten, VIEL Hunger zu empfinden) – der Ort hat einen kleinen Souvenirshop mit handgemachtem Schmuck, ein winziges Museum, das einen guten Überblick über die Goldgräberzeit gibt und den verwunschensten Friedhof, den ich je gesehen habe. Aber ein bisschen was zu Idaho City werden ihr bestimmt noch am Ende unserer Reise hören.

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  • Boise

Die Hauptstadt ist gefühlt nicht besonders groß, zumindest nicht so groß wie man sich eine Hauptstadt vorstellen würde (die Einwohnerzahl liegt hier bei ca 223.000). Sie hat aber eine gute Auswahl an Shops, wie beispielsweise die Boot Barn, wo man sich selbstgemachte Cowboystiefel besorgen kann und eine Menge Outletcenter, wenn man auf die Schnelle ein paar günstige Kleinigkeiten benötigt. Außerdem gibt es im Zentrum mehrere Bars, die selbstgebrautes Bier anbieten – auch wenn die Marke, die am meisten getrunken wird Coors heißt und es sich dabei um ein sehr helles Bier handelt.
Die Stadt ist außerordentlich gut strukturiert und sauber, es gibt viele kleine Brunnen im Zentrum und größere Flächen für Märkte oder andere Veranstaltungen. Einen Besuch ist sie auf jeden Fall wert!

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  • Birds of Prey

Etwas außerhalb von Boise befindet sich die Birds of Prey Jagdvogel Anlage. Die Station für die Vögel ist nicht besonders groß, dafür aber sehr übersichtlich gestaltet und man kommt unwahrscheinlich nahe an die Tiere heran. Von Geiern über Bussarde und Adler bekommt man viel zu sehen und man kann in Einzelvorstellungen gehen, wo man mehr über die Tiere und ihre natürliche Umgebung erfährt. Ich empfehle den Ausflug auch für Familien; schon allein deshalb, weil die Orientierung der Anlage sehr praktisch gestaltet ist und die Kinder an alle Käfige herantreten können.

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  • Baked Potato oder Potato Salad essen und ein Coors trinken

Idaho wird auch der „Kartoffelstaat“ genannt. Grund dafür: Aus Idaho stammen die bekannten, großen Kartoffeln die zum Füllen und Aufbacken verwendet werden. Und sie werden ihrem Image so gut wie immer gerecht: sie machen die besten Kartoffelsaladkreationen überhaupt und man bekommt sie in jedem Diner, das man passiert! Um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung mehr, wie viele unterschiedliche Sorten Kartoffelsalat ich mittlerweile gegessen habe, aber keine hat dem anderen ähnlich geschmeckt…
Klassisch wird zum Kartoffelsalat meistens ein Bier gereicht – so unterschiedlich sind die Deutschen und die Amerikaner scheinbar auch wieder nicht- und natürlich wird ein Steak gegrillt (und nein, auch wenn ich vom Wilden Westen gesprochen habe, dieses Steak wurde von uns nur im Supermarkt gejagt und nirgendwo sonst!).

 

Besteht Interesse an einigen Rezepten aus Amerika? Ich komme hier ganz gut rum und überlege, am Ende ein paar Sachen zusammenzufassen 😉

Preise:
– Hot Springs Idaho City: http://www.thespringsid.com/
Eintritt: 11$ Kinder, 17$ Erwachsener
– Eisdiele Idaho City: https://www.facebook.com/sarsaparillaicecreamparlor/
– Trudy’s Kitchen Idaho City: https://www.facebook.com/trudyskitchen/
– Birds Of Prey: http://www.peregrinefund.org/visit
Eintritt: 5$ (4-16), 10$ Erwachsener, 5$ Senioren

Tipps:
– Versucht niemals den Radiosender zu wechseln, wenn ihr mit den Amerikanern unterwegs seid. Sie finden es nicht lustig, wenn man etwas anderes als Country zu hören versucht… abgesehen davon gibt es eigentlich kaum Sender, die KEINE Countrymusik abspielen.
– Wenn ihr euch ein Quad für den Aufenthalt besorgen möchtet, checkt einfach mal die Tankstellen in der Umgebung. Viele von ihnen vermieten ihre ATVs.

 

 

2 Kommentare zu „Warum man Idaho nicht unterschätzen sollte – 7 Things to do in Idaho

  1. Hallo ihr Lieben! Ich finde die Berichte ganz toll geschrieben und freue mich jetzt schon auf den nächsten. Freue mich für die tollen Erlebnisse und Eindrücke die ihr zusammen sammeln könnt. Möchte mich auch für eure Karte bedanken. Echt toll was ihr alles macht. Liebe Grüße und viel Spaß!

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    1. Hallo Heike!
      Vielen Dank, wir schicken später nochmal Karten 🙂 Erleben tun wir viel, auch wenn das Hin- und Hergeziehe mit den Koffern manchmal etwas anstrengend ist 😉 Aber ich will mich nicht beschweren! Danke fürs Kommentieren!
      Lil und Stefan

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