SehensWÜRDIG? – Mit dem 7-Attraktionen-Sightseeingpass durch New Yorks Manhattan

New York ist ein Regenmeer als wir im Taxi durch die Gassen Manhattans biegen. Unser Hotel ist circa 30 Minuten zu Fuß vom Central Park entfernt und die U-Bahn Station direkt um die Ecke. Für New York haben wir im Voraus den New York City Sightseeingpass gebucht, der es einem ermöglicht, eine beliebige Anzahl von Attraktionen anzugeben und ein paar Euro zu sparen. Außerdem ergeben sich mit dem Ticket häufig nicht allzu lange Anstehzeiten – nicht zu verachten bei den ganzen Menschenmassen.
Hier also einige der Attraktionen Manhattans und ein paar Tipps, die man auf dem Weg dorthin sicher gebrauchen kann.

1) Natural History Museum

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Wer den Pass kauft, wird dieses Museum vermutlich weit oben auf seiner Prioritätenliste stehen haben. Das Natural History Museum ist mit dem MOMA vermutlich eins der berühmtesten Museen der Welt und das nicht nur, weil darin der Film „Nachts im Museum“ gedreht wurde. Es wurde 1870 von John Wolfe, Robert Stuart und Moris Ketchum Jesup gegründet und erstreckt sich mittlerweile über vier Stockwerke mit den größten Dinosaurierskeletten, einer Unterwasserabteilung mit einem riesigen Plastikwal an der Decke, einem Planetarium und allgemein so vielen Tierarten, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. Es gibt seit neustem sogar zusätzliche, interaktive Ausstellungen, wo man seine Sinne testen oder in einer U-Boot-Kapsel den Meeresboden erkunden kann. Egal ob jung oder alt – das Museum bietet für jeden etwas, ist aufgrund seiner Weitläufigkeit trotz hoher Besucherzahlen nicht zu überfüllt und wer den ganzen Tag darin verbringen möchte, kann sich zwischendurch in einem der Museumcafés etwas zu essen besorgen. Besonders empfehlenswert ist übrigens auch die Edelsteinhalle im unteren Stock, in der es beim Eintreten vom Boden bis zur Decke funkelt. Definitiv ein MUSS wenn man sich für die Menschheitsgeschichte interessiert und preislich akzeptabel, da man definitiv mehrere Stunden im Gebäude verbringt. Wer außerdem Zeit im Central Park verbringen möchte, ist mit diesem Museum direkt auf dem Gelände.

2) National Geographic Encounter – Ocean Odyssey

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Bestimmt wissen die meisten von euch, dass National Geographic großartige Naturdokumentationen und Magazine herausbringt. In New York wurde dieses Jahr die erste, interaktive Ausstellung „Ocean Encounter“ eröffnet. Es ist eine sehr bildliche Ausstellung mit Dokumentarfilmausschnitten und Leinwänden ringsum, auf denen sich alle möglichen Meereswesen herumtreiben. Zudem gibt es einen Boden, der die eigenen Schritte -scheinbar auf Sand- wiederspiegelt. Mit der 3D Brille fühlt man sich in einen riesigen Fischschwarm gezogen, sieht und hört die Tiere aus den dunkelsten Tiefen des Ozeans und steht sehr echt wirkenden Robben gegenüber, die die eigenen Bewegungen zu imitieren versuchen. Es werden aber auch kritische Themen angesprochen, wie der Umgang mit Schleppnetzen und die Verschmutzung des Meeres durch Plastikabfälle. Insgesamt ist es aber ein positiver Eindruck, der von den Meeresriesen zurückbleibt und unsere Namen werden nun ewig auf einem Puzzleteil an der Besucherwand zurückbleiben.
Hochwertige Ausstellung (vor allem für Ozeanliebhaber), beeindruckende Technik und man weiß nie, welches Meereswesen hinter der nächsten Ecke lauert. Außerdem gut zu Fuß zu erreichen, wenn man sich ohnehin im Raum vom Times Square aufhält. Teuer ist es schon, aber was in New York ist das nicht? (Hust, eine Pizza 18$…)

3) Gulliver’s Gate

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Eine der schönsten Überraschungen der Stadt war definitiv die Miniaturwelt Gulliver’s Gate – übrigens nur ein Haus vom National Geographic Encounter entfernt. Beim Eintritt erhält man einen kleinen Schlüssel mit dem man in der größten Miniaturwelt der USA (4500 Quadratmeter) Kräne, Häuser, Brücken und Figuren bewegen kann, in dem man viele kleine Türschlösser dreht. Sogar ein Flugzeug kann so von seiner Startbahn abheben und eine 2cm große Oma füttert durch ein Schlüsseldrehen die wild pickenden Hühner in Sibirien. Es gibt vier riesige Showräume die sich quasi über die ganze Welt erstrecken. Da sieht man mal die Oper in Sydney, die sichelförmigen Gebäude in Dubai, die Waldweiten Russlands und natürlich New York selbst, mit all seinen Sehenswürdigkeiten. Geht man in den europäischen Teil, kann man Figuren unter dem Eiffelturm spazieren sehen, eine schwarze Dampflock fährt durch die Tunnel der Alpen und Neuschwanstein und die London Bridge werden majestätisch mit Glühbirnen erleuchtet. Die Miniaturwelt ist ein wahres Kunstwerk und bei jedem weiteren Umkreisen der Gebäude, kann man etwas Neues entdecken. Eine der coolsten Ideen ist der 3D Drucker, der neben dem Shop aufgestellt wurde. Hier kann man sich selbst in unterschiedlichen Größen als Figur drucken lassen und sich die Figur entweder nach Hause schicken lassen oder als winziger „Model Citizen“ Teil der Ausstellung werden. Vielleicht findet man sich beim nächsten Besuch dann selbst in den Straßen Barcelonas, auf dem Schiff nach Rio de Janeiro oder bei den Niagarafällen wieder.

4) Statue of Liberty

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Da Stefan noch nie in New York war, konnte die Freiheitsstatue natürlich nicht übergangen werden. Mit dem Sightseeingpass gibt es mehrere Optionen zu ihr zu gelangen. Wir haben beschlossen, nicht direkt um die Statue herumzulaufen, da man in den Schlangen ewig steht. Stattdessen fuhren wir hinunter zum Manhattan Pier. Das ist eine schöne Gegend mit weiter Uferpromenade mit schicken, verglasten Einkaufsläden voller Palmen und guten Essensmöglichkeiten.
In Laufweite dahinter liegt zudem auch das 9`11 Denkmal, das nach dem Anschlag 2001 noch immer auf die Leere der ehemaligen Twin Towers verweist.
Am Pier steigen wir auf ein kleines Segelboot um, das uns wild schaukelnd in Richtung Freiheitsstatue schippert. Nicht alle Personen auf dem Boot sind unbedingt seefest, aber dafür kann sich niemand über die glänzende Aussicht der Skyline beschweren. Die Freiheitsstatue wird damit natürlich auch abgedeckt und erst wenn man auf dem Wasser an ihr vorbei fährt, erkennt man ihre eigentliche Größe von 93 Metern. Interessantes geschichtliches Detail: Auch wenn die Freiheitsstatue in den USA steht, wurde sie ursprünglich in Frankreich konzipiert und anschließend in Teilen als Geschenk an die Vereinigten Staaten verschickt. Es handelt sich bei der Figur übrigens um Liberia, die Göttin der Freiheit, die ihre Ketten sprengt – und die USA noch unabhängiger wirken lässt.

5) One World Trade Center

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Der höchste Aussichtspunkt in New York ist mittlerweile nicht mehr das Empire State Building oder der Top of The Rock vom Rockefeller Center, sondern das neue One World Trade Center. 102 Stockwerke reicht es in die Höhe und ist damit das höchste Gebäude in der ganzen westlichen Hemisphäre. Auch wenn man nicht zur Höhenangst neigt, muss man definitiv zugeben, dass man oben ein ziemlich mulmiges Gefühl bekommt, denn die Fenster erstrecken sich von den Decken bis zum Boden und man schwebt geradezu in einer 360 Grad Version über der Stadt. Besonders cool ist auch der Fahrstuhl nach oben, der in einer Rundum-Animation anzeigt, welche Gebäude wann in der Stadt entstanden sind und wie sie gebaut wurden. Wer das One World Trade Center besucht, sollte nebenan auch das 9’11 Denkmal besichtigen, das die Leere der ehemaligen Türme zeigt. Der Ort macht nachdenklich und ist sehr beeindruckend durch die tausenden von Namen, die in die Brunnenwände des Denkmals gemeißelt wurden. Das Museum zum Attentat ist auch auf dem Platz zu finden, genau wie die unglaubliche U-Bahn-Station des One World Trade Centers, die architektonisch wie ein Gewebe aus Fischgräten über unseren Köpfen erscheint.

6) SPYSCAPE

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Dieses Jahr eröffnet wurde auch SPYSCAPE – ein Häuserblock voller Aufgaben, in dem du herausfinden kannst, ob du die Fähigkeiten zum Spion besitzt. Entwickelt wurde das Programm mit Hilfe einer Psychologin und Mitgliedern des Geheimdienstes. Durch Observationsaufgaben, Analyse und körperliche Verfassung wird dein Können in mehreren Gebieten getestet. Neben Geschicklichkeit geht es auch um Denksport und Reaktionsvermögen. Es macht auf jeden Fall Spaß, ist nicht rein auf Kinder ausgelegt und mal etwas ganz anderes verglichen mit vielen der anderen Attraktionen. Abgesehen davon lernt man auch viele historische Hintergründe, wie sich die Spionagegeschichte entwickelt hat.

7) Intrepid – Air and Space Museum

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In der Marina im Hafen liegt direkt neben den großen Kreuzfahrschiffen das Air- and Space Museum – einen Ort, an den es vor allem Männer und Jungs mit Flugzeugpullovern oder NASA-Kappen lockt. Damit will ich nicht sagen, dass Frauen nicht willkommen sind, kann aber durchaus sein, dass sie irgendwann auf dem Gelände ihre Partner verlieren und sie ihn in Richtung der U-Boote, Kampfjets oder Raketen wieder finden. Es gibt auf jeden Fall auf allen Decks etwas zu sehen – besonders interessant ist die Tatsache, das alle Ausstellungsräume innerhalb eines alten Schiffes liegen und man mehrere Hallen voller Geschichte, Waffen, Schiffsmodelle und Vorführungen durchläuft. Es gibt jetzt auch eine Weltraumkapsel, die einem das Gefühl geben soll, im All unterwegs zu sein, aber die Schlange davor ist meistens wirklich sehr lang. Eintrittspreise sind auch hier hoch – aber im Pass akzeptabel.

Zusammenfassend würde ich den Pass auf jeden Fall wieder kaufen. Es gibt von diesen Städtepässen im Internet zur Auswahl, das Gute am Sightseeingpass ist allerdings, dass man nicht im Voraus feste Ziele angeben muss und man sich spontan entscheiden kann, worauf man Lust hat. Mit der Nutzung des Passes kann man relativ viele Attraktionen preislich machen, die man sonst deswegen vielleicht eher von der Liste streichen würde. Wenn etwas das Geld wirklich wert ist, würde ich das Natural History Museum und Gulliver’s Gate empfehlen, weil man in beidem wirklich eine längere Zeit verbringt.
Allgemein ist New York, egal mit welchen Attraktionen, immer einen Trip wert und durch den Central Park auch um einiges grüner als man denkt. Wenn man mal einen Tag Pause von dem ganzen Rummel braucht, kann man sich auf jeden Fall in den Park verziehen – je weiter man hinein läuft, desto mehr erscheint er wie der einzige Ort, an dem die Stadt einmal innehält. Um im Gegensatz zu den ganzen anderen Attraktionen, ist er kostenfrei.

Was ist eure Lieblingsattraktion der Stadt? Wo wolltet ihr schon immer hin?

Preise:
Sightseeing Pass regulär pro Person bei sieben Attraktionen: 169$, bei uns durch die Aktion am 4. Juli 120$ pro Person
Natural History Museum (ohne Pass): Erwachsene 23$, Senioren 18$, Studenten 18$, Kinder 13$
National Geographic Encounter (ohne Pass): 39.50$ Erwachsene, 32.50$ Kinder, 36.50$ Senioren
Gulliver’s Gate (ohne Pass): 36$ Erwachsene, 27$ Kinder, 27$ Senioren
Mit dem Segelschiff zur Freiheitsstatue (ohne Pass): Zwischen 50 und 80$
One World Trade Center (ohne Pass): 34$ Standart Ticket
SPYSCAPE (ohne Pass):39$ Erwachsene, 32$ Kinder
Intrepid Air and Space Museum (ohne Pass): 33$ Erwachsene, 31$ Senioren, 24$ Kinder

Tipps:

  1. New York wenn möglich nicht im Sommer bereisen – Es ist sehr voll mit Touristen, die Hitze klebt förmlich zwischen den Gebäuden und die Klimaanlage im Hotel bringt nicht viel, weil man zwischendurch auch nie die Fenster öffnen kann.
  2. Sightseeingpass vielleicht schon im Voraus bei einer Aktion buchen – Wir sind zu dem Zeitpunkt ganz gut weggekommen, weil wir am 4. Juli eine Aktion gebucht hatten.
  3. Auch in kleineren Cafes sind die Preise meistens immer noch relativ hoch. Wenn ihr beim essen sparen möchtet, vielleicht doch lieber Ketten aufsuchen.
  4. Auf der Suche nach einem guten Kino? Wir können das AMC (84th Street 6, 2310 Broadway) empfehlen mit den besten, komplett ausfahrbaren Sitzen, sodass man sich vorkommt, als würde man auf einer Couch liegen.
  5. Es gibt zwar viele Taxen in der Stadt, die meisten davon verlangen oftmals aber auch horrende Summen von Touristen – mit den U-Bahn Tickets seid ihr pro Person ca 6 Dollar los und könnt in ganz Manhattan für den Tag durch die Gegend pendeln.
  6. Ich persönlich würde auch immer das MOMA empfehlen – es ist definitiv der Ort, an dem sich die verrücktesten Menschen und Künstler versammeln.
  7. Die Tour mit dem Segelboot nur machen, wenn man einigermaßen seefest ist.

Weitere Sehenswürdigkeiten:

Top of the Rock, Empire State Building, Hop on Hop Off Bustouren, MOMA, Brooklyn Bridge (…)

2 Kommentare zu „SehensWÜRDIG? – Mit dem 7-Attraktionen-Sightseeingpass durch New Yorks Manhattan

  1. Gulliver’s Gate klingt auf jeden Fall richtig toll. Wobei ich mich wohl (wenn ich nur eine kurze Zeit hätte), nicht so richtig entscheiden können würde, was ich lieber sehen würde.
    Es klingt alles echt toll was ihr gesehen und erlebt habt 😀
    Wie immer, schön geschrieben 🙂

    Viele Grüße
    E.

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    1. Danke dir! Wir hatten zum Glück 5 Tage Zeit und konnten uns die Attraktionen für ein paar Tage einteilen. Aber bei einem Kurztrip würde ich mich wahrscheinlich auch auf zwei oder drei beschränken, die vllt auch nicht weit voneinander entfernt sind und zeitlich gut zusammenpassen 😉 danke fürs Kommentieren!
      Alles Liebe, Lilian

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