Von New York nach Hamburg – 18 Tage & 11 Stops mit der AIDAvita

Von New York nach Hamburg – 18 Tage & 11 Stops mit der AIDAvita

Als Abschluss einer langen Reise stehen wir nach 3 Monaten USA auf einem Kreuzfahrtschiff am Manhattan Terminal in New York mit der Stadt im Rücken und dem Meer am Horizont. Vor uns liegen 18 Tage mit der AIDAvita mit einer Route entlang Amerika, Kanada, Grönland, Island, Schottland und Hamburg am Ende. Das Schiff ist eines der kleinsten der AIDA-Flotte, aber uns kommt es riesig vor als wir am Terminal darauf warten, einzusteigen. Auch für den Startpunkt New York konnte man vom Schiff aus bereits Ausflüge buchen, aber für uns ist es Luxus genug, sich nach mehreren Tagen in der Stadt die Füße nicht weiter plattzulaufen und auf dem Deck des Schiffs die Hochhäuser vor sich hin funkeln zu sehen. Als sie kleiner werden beim Ablegen des Schiffes fühlt es sich wie ein Neustart an und das nach all der Reiserei davor.

Boston

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Quincy Market Boston

Es ist der letzte Stop nach drei Monaten Rundreise- ein komisches Gefühl das Land danach wieder zu verlassen. Boston ist die schönste Stadt, die ich mit Stefan in den USA besucht habe. Wir haben auf dem Schiff eine Tour gebucht, die uns mit dem Bus durch das Zentrum und entlang einiger der wichtigsten Sehenswürdigkeiten kutschiert. Die Gebäude bestehen zum größten Teil aus rotem Backstein und sie erinnern an die englische Baukunst – Boston ist schließlich ein Teil Neuenglands. Zwischen uralten Friedhöfen, modernen Shops, Parkanlagen und Brunnen verläuft der Freedom Trail der zu den Wahrzeichen der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung, dem man mit Sternchen auf dem Boden folgen kann. Aus dem Bus heraus sehen wir das Staatshaus, wo gerade sogar der Minister in einem wichtigen schwarzen Anzug einem Parteimitglied die Hand schüttelt. Es geht die Fahrt entlang über die Longfellow Bridge, die einen in die Ferne über den Charles River sehen lässt, bis man lauter Inseln im Wasser erkennt und vorbei an den tausenden Universitäten und natürlich der Szenerie der Boston Tea Party. Unser letzter Stop ist der Quincy Market, der alte Marktplatz im Zentrum nahe dem Wasser, an dem man sich kreuz und quer mit Essen eindecken kann. Ein Gang durch die alten Hallen zeigt winzige Stände und die Gerüche mischen sich wie auf einem orientalischen Basar. Hummer, Suppen, indische Speisen und Eis liegen nebeneinander und in den Hallen einen Sitzplatz zu bekommen, ist so gut wie unmöglich. Wir steigen letztendlich erst 2 Stunden später wieder in den Bus zurück und beschließen, noch einen Abstecher zu den „Boston Swans“ zu machen. Über den Freedom Trail gelangen wir zum breit gefächerten Parkgelände vom Public Garden mit Cafés, angelegten Seen und letztendlich auch einen großen Teich, auf dem im Sommer die Schwanenseeboote fahren. Sie wurden 1877 und aus Holz gemacht; ein Fahrer tritt vorne in die Pedale und treibt das Boot, mit einem großen Holzschwan darauf, mit ca 10 Personen über den See. Die Fahrt ist nicht teuer und wenn man die Chance im Sommer mitnehmen kann, sollte man es unbedingt mal mitmachen! Außerdem zu sehen: Die Harvard Universität im Cambridge-Viertel der Stadt sowie die Straßen von Beacon Hill mit schmalen Gassen, Gusslaternen und schicken Häusern.

Portland

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Nur einen Tag später durchlaufen wir Portland, eine Stadt mit roten Backsteinhäusern, Hummerständen und Cafes in der Bucht Casco Bay. Portland war Ausflugsziel und Geburtsstätte einiger bekannter Leute – hier ist beispielsweise Bushs Ferienhaus, zu dem ihr von der AIDA aus einen Ausflug buchen könnt. Auch Stephen King wurde hier geboren.
Kunst könnt ihr an der Eastern Promenade bewundern – es gibt hier mehrere Ateliers, dann natürlich die berühmten Hummer-Spezialitäten der Gegend und einige Brauereien. Ins Auge fällt auch der wunderschöne Schiffsplanken-Leuchtturm Portland Head Light der oben auf Cape Elizabeth thront. Stefan und ich wandern durch’s Stadtzentrum hoch in den Stadtpark mit vielen kleinen Brücken und Brunnen. Es gibt ein winziges Hexenhäuschen am Ausgang, das sehr gutes Fingerfood macht und wir schlendern am Schluss wieder zu den Strandläden zurück.

Halifax

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Halifax Citadel

Halifax ist unser einziger Stop mit ein wenig Regen und einer in Nebel getauchten Bucht. Irgendwie hat das die Mystik der Lage nur gesteigert. Die Stadt liegt in einer sichelförmigen Bucht und ganz oben auf dem Berg befindet sich die Halifax Citadel, eine nationale, historische Denkstätte. Hier lebten 1869 die englischen Truppen als Königin Victoria regierte und dieser Bereich Kanadas erst zwei Jahre als Nation galt. Die Zitadelle selbst existiert seit 200 Jahren und hat die Form eines Sterns um als Festung alle Windrichtungen abzudecken. Ursprünglich wurde sie von der British Royal Navy genutzt als Basisstation. Ein paarmal im Jahr kann man hier an Drill-Übungen teilnehmen, zuschauen, wie Kanonen abgefeuert werden oder – was wir zum Glück miterleben konnten- die Dudelsackspieler in der Zitadelle sehen, die dort den Tag über spielen. Man kann die Baracken der Soldaten besichtigen, die Tunnelsysteme und die Waffenausstellung, abgesehen davon hat man eine wirklich schöne Aussicht über die ganze Bucht und es gibt ein Cafe mit vielen selbstgemachten Backwaren.
Halifax selbst ist zu Fuß ziemlich steil mit vielen kleinen Geschäften und Burgerbars. Bei gutem Wetter gibt es viele Restaurants mit Dachterrassen zum Raussitzen und schöne alte Häuser sowie gruslige Friedhöfe wie den Old Burying Ground mit schiefen Steinen und verbogenen Metallzäunen. Das Hafenviertel unten hat außerdem ein Titanic-Museum und wenn ihr schnell genug seid, könnt ihr von der AIDA aus einen Ausflug in den Fischerort Peggy’s Cove machen, angeblich dem schönsten Ort am Atlantik.

St John’s

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Unser letzter Stop in Kanada ist die neufundländische Hauptstadt St John’s in einer Gegend mit rauen Felsen und hohen Klippen, die Häuser sind bunt und in die Felsen genestelt. Hier wurde von den Wikingern vor 1000 Jahren die erste europäische Siedlung gegründet, einzelne Gebäude vom damaligen Stil wurden wieder nachgebaut und können jetzt ein Stück außerhalb bewundert werden. St John’s ist ein echter Traum für jeden Fotografen und hat eine wunderschöne Einfahrt auf dem Schiff mit Blick auf den Cabot Tower auf dem Signal Hill. Mittlerweile wird dieser als Morsetechnik-Museum genutzt. Da es wirklich steil ist, wird es euch einige Zeit kosten nach oben zu kommen. Die Stadt selbst hat kein großes Zentrum, aber eine hübsche Auswahl mit esoterischen bunten Läden, Souvenirauswahl, Künstlern, Restaurants und Cafés. Wenn ihr das Zentrum durchquert und der Hauptstraße folgt, gelangt ihr zu mehreren Aussichtspunkten, von denen ihr die ganze Bucht sehen könnt und einen Blick darauf werfen könnt, wie hoch sich die Häuser am Berg aufreihen! Im kleinen Park am Hafen spielen im Sommer zudem einige Musiker oder Orchester und in der Luft liegt eine fröhliche, ausgeglichene Stimmung. Schwer vorstellbar, dass die Stadt mehrmals abgebrannt ist im Laufe der Geschichte und doch immer wieder vollständig wiederaufgebaut wurde. Bis heute leben die Menschen hier hauptsächlich vom Tourismus und teils vom Fischfang. St John’s ist übrigens der erste Ort von dem aus je ein transatlantischer Non-Stop Flug startete.

Qaqortoq

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Unser Stop in Grönland war von uns heiß ersehnt und dann doch erst mal ziemlich kalt beim Aussteigen! Es gibt keinen Hafen zum Anlegen, stattdessen bleibt man mit dem Schiff weiter draußen zwischen rauer Küste und blau-weißen Eisbergen. Die Häuser in der Ferne sind bunt und reihen sich über die Bucht hinweg bis hoch zum Hang. Blau, gelb und rot, wie ein Sonnenuntergang. Wir tendern mit Bötchen zum Hafen, wo einige Einheimische das große Kreuzfahrtschiff beobachten und ein paar Marktwaren wie Robbenfelle oder Geschnitztes anbieten. Qaqortoq ist mit ca 3500 Einwohnern die größte Ortschaft Südgrönlands, was nur schwer vorstellbar ist, wenn man auf einer Landkarte betrachtet, wie groß das Land wirklich ist. Es gibt in der ganzen Gegend nur ein Krankenhaus, kaum Straßen, wir sehen ein Cafe und einen Supermarkt. Die meisten Waren müssen importiert werden. Die Gegend ist sehr schön, sehr rau und sehr ursprünglich. Schwarze Steine säumen eine Kraterlandschaft durchbrochen mit kleinen Seen, dem Blick aufs Meer und Eisberge in der Ferne. Wenn man in Qaqortoq zum höchsten Punkt wandert, schaut man über die bergige Landschaft hinweg, sieht ein paar Fischerboote im Hafen und weit außen das Kreuzfahrtschiff. Der Wind fegt wild über die Fläche und man fühlt sich, als wäre man an einem der einsamsten Punkt der Welt angekommen.

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Dennoch sind die Menschen sehr warmherzig, bemühen sich Englisch zu reden und scheinen sich bei allem die Zeit zu lassen, die uns Deutschen scheinbar ständig davonläuft. Grönland hat übrigens auch sehr viele Tierarten, dazu gehören über 200 Vogelarten, Rentiere, Polarfüche, Schneehasen und Eisbären. Und man kann im Ort hin und wieder ein paar Kinder sehen, die wie kleine Inuit angezogen sind. Auch wenn das Land nur 26 km von Kanada entfernt ist, könnten die beiden Länder nicht unterschiedlicher sein.

Prinz-Christian- Sund Passage

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Kein Stop zum Aussteigen – es sei denn man ist dem Tode zugeneigt. Dieser wunderschöne Streckenabschnitt, der offiziell noch zu Grönland gehört, ist 100 Meter lang und hat glasklares Wasser. Wenn ihr an Deck sitzt, könnt ihr die Aussicht auf Gletscher, Eisschollen, Robben und mit viel Glück auch auf Eisbären genießen. Mitten an der Passage liegt das Inuitdorf Aappilattoq, das sich mit fischen und jagen am Leben hält. Bei schönem Wetter ist dies der Abschnitt der Fahrt, den man auf keinen Fall drinnen verbringen sollte, das Schiff macht außerdem eine 360 Grad Wende, damit ihr die volle Sicht auf die Gletscher bewundern könnt.

Reykjavík

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Thingvellír

Eines unserer Traumziele war der nächste Stop: Reykjavík oder vielleicht eher Island im Allgemeinen. Man sieht überall die unglaublichsten Bilder dieses Landes und in Wirklichkeit ist es noch schöner. Wenn man mit dem Bus ins Land hinein fährt, fühlt man sich wie in einem Herr der Ringe Film mit grasgrünen Hängen und Bergen, Schnee auf den Spitzen, als hätte man ein Eis mit Sahne übersprüht. Das Land wirkt und ist alt; der erste Wikinger betrat Island im Jahre 874 und schlug sein Lager dort auf, wo heute die Hauptstadt ist. Überall dampft es aus dem Boden, die Geysire sind fast so zahlreich wie die Islandpferde.

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Mit einer Militärraupe arbeiten wir uns auf den Gipfel eines Gletschers vor; von oben sieht man Eis, Schnee und weites Land mit Wasser und ein wenig Grün. Zu Mittag sitzen wir in einer Skihütte und essen aus unseren Lunchpaketen, ehe wir mit dem Bus zu einer der schönsten Aussichten der Reise fahren: Den Wasserfällen von Thingvellír. Es ist das türkiseste Wasser, das ich je gesehen habe, über Steinpfade und Brücken kann man das Rauschen von unten aus allen Richtungen betrachten und die Luft riecht nach Winter. Ein Café nebendran verkauft einige Produkte mit isländischen Aufschriften. Mir war vorher nicht bewusst, dass es sich bei Isländisch um eine Mischung aus Englisch, Deutsch und Dänisch handelt, was es nicht allzu schwer macht, die Sprache zu verstehen. Mein neues Lieblingswort ist „Heilsusafi“; Multivitaminsaft.

Invergordon

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Cawdor Castle Gardens

Nach zwei sehr ruckeligen Seetagen, kommen wir nach Schottland. Das Wetter ist diesig und passt zu den mythischen Highlands mit hohem Gras, Flüssen, die sich durch’s Land winden und den winzigen Küstenstädten. Die Stadt Inverness liegt in einer halbkreisförmigen Bucht mit kleinen Häuschen, einem Aussichtsturm im Zentrum und ist die einzig größere Stadt der Umgebung. Am Hang erstreckt sich eine Fläche aus bunten Steinhäuschen und der Boden in der Fußgängerzone ist gepflastert. Ihr findet hier noch viele eigenständige Shops, die Whiskey verkaufen, Strickwaren, die in der Gegend produziert werden und viele kleine Bäckereien. Um den besten Blick über den Fluss und das Umland zu bekommen, kann man auf den Turm des alten Inverness Castle steigen, wo man eine Rundumübersicht und ein paar Zusatzinformationen per Video bekommt. Auch sehenswert ist die alte Markthalle mit Metallverstrebungen und hohem Glasanteil. Darin könnt ihr sowohl Essen, als auch Kunsthandwerk finden.
Nicht weit von Inverness liegt das Cawdor Castle, ein verwinkeltes Schloss aus grauem Stein mit kleinen Türmchen und einem großen Gartenanwesen. Mit dem Bus dauert es höchstens 30 Minuten bis zum Gelände und auf der Fahrt hören wir die Geschichten über die Highland-Clans, die noch immer in der Gegend wohnen. Cawdor Castle gehört zu den wenigen Burgen die immer noch in Familienbesitz sind und ist über 600 Jahre alt.
Die Burg ist nicht vollkommen frei zugänglich, da sie nach wie vor bewohnt wird. Über Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küchenquartiere sieht man auch die Bibliothek und das neu eingerichtete Cafe im Innenhof. Irgendwie erinnert Cawdor an eine Miniaturversion der typischen Fantasieburg. Einen schönen Spaziergang könnt ihr über das Gelände machen; durch Kräutergärten, neu angelegte Beete mit Rosen und Heckenpflanzen und lokale Kunstwerke wie Brunnen, Vogelfutterstellen und Metallherzen auf dem Gelände sehen.

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Als letzter Stop des Tages sind wir unterwegs zu einem der bekanntesten Ziele Schottlands: Loch Ness. Nessie ist nirgends in Sicht, als wir uns dem See nähern, doch der Busfahrer teilt uns mit, dass man Nessie nur dann sehen kann, wenn man an es glaubt. Die Legende von Nessie existiert bereits seit dem Jahr 565, als ein Abt in einer Beschreibung einen Angriff am Wasser erwähnt. Damals wurde dem Ungeheuer angeblich mit der Hölle gedroht, woraufhin es floh.

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Loch Ness

Einst thronte eine riesige Burg namens Urquart Castle auf einem Hügel neben dem See; wie groß sie war lässt sich noch anhand der Mauerüberreste erahnen. Wenn ihr ein Eintrittsticket kauft, könnt ihr in einem Kurzfilm den Bau und die Zerstörung der Burg mit ansehen, dabei stellt sich auch heraus, dass die letzten Besitzer der Burg sie selbst in die Luft gesprengt haben, um eine Eroberung der Feinde zu verhindern.
Loch Ness selbst ist eine spiegelglatte dunkelblaue Fläche, fast rund, mit einer Maximaltiefe von 230 Metern, wodurch der See das größte Volumen auf allen britischen Inseln beherbergt und nach Loch Lomond der zweitgrößte schottische See ist.
Ausflugsfahrten können mit den Booten und Schiffchen von einem Ende zum Nächsten gemacht werden. Natürlich könnt ihr euch auch ein Plastiknessie für den eigenen Pool an jeder Ecke ersteigern.

Edinburgh/Leith

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Unsere lange Reise geht fast schon zu Ende mit einem letzten Stop in Edinburgh/Leith. Diese Stadt hat wirklich alle Legenden und all das Lob verdient, das man häufig hört. Auch bei schlechterem Wetter ist es eines der schönsten Ausflugsziele Schottlands mit verschnörkelten Gebäuden, Gotikstil und schmalen Gässchen und Türmchen an so ziemlich jedem Gebäude. Hier fühlt man sich ein wenig, als könnte man direkt wieder ins Mittelalter einsteigen. Auch wenn es reichliche Ausflugstouren ab dem Hafen gibt, entscheiden wir uns dazu, mit dem Bus ins Zentrum der schottischen Hauptstadt zu fahren. Zu den größten Attraktionen gehört die Royal Yacht Britannia im Hafen, die 40 Jahre als schwimmender Palast der Königin diente. In der Stadtmitte könnt ihr aber auch das Scott Monument bewundern oder durch die versteckten Winkel hoch zum Edinburgh Castle laufen, das von allen Punkten aus sichtbar ist. Ein weiteres Merkmal ist auf dem Berg der „Arthur’s Seat“ mit einer Höhe von 257 Metern und der besten Rundumsicht. Edinburgh ist aus allen Blickwinkeln wunderschön; die Häuser sind windschief und die Pubs alt und mit tiefen Decken. Es ist klar, wie Hogwarts zustande gekommen ist, wenn man das Café „The Elephant House“ mit der Aussicht auf die Stadt betritt, wo Joanne K. Rowling Harry Potter schrieb. Und nein, auch wenn dieser Ort durch die Bücher viel Ruhm gewonnen hat, ist er dennoch nicht überteuert und die Wartezeit hält sich in Grenzen. Bustouren könnt ihr jederzeit mitmachen, aber wenn es sich je gelohnt hat, eine Stadt zu Fuß zu erkunden, dann seid ihr hier an der richtigen Adresse.

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Greyfriars Bobby

Ein paar allgemeine Eindrücke zum Schluss. Auch wenn wir vorher nie eine Kreuzfahrt unternommen haben und es schwer ist, sie mit anderen Zielen zu vergleichen, würde ich sagen, dass ihr hier mit keinem Stopp etwas falsch machen könnt. Boston war ein völlig untypisches Stadtbild der USA und deshalb so außergewöhnlich. Halifaxs Zitadelle hatte eine tolle Ausstrahlung durch die Dudelsäcke und die Einsamkeit Grönlands, aber auch die Wildnis der Gegend, war atemberaubend. Island war lange ein Ziel von uns und wir haben feste Pläne dorthin zurückzukehren; wenn ihr jemals nahe an die Gegend aus Herr der Ringe herankommen möchtet; ist das eure Chance. Und Schottland zum Abschluss ist definitiv das Sahnehäubchen des Trips; die Gegend ist auch im Regen beeindruckend und der Akzent ist einfach wundervoll!
Ausflüge vom Schiff aus sind nicht günstig, aber zugegebenermaßen gut organisiert und wenn ihr euch im Voraus überlegt, welchen ihr machen möchtet, könnt ihr euer Budget gut planen. Wir haben vor allem an den Zielen Ausflüge gebucht, wo wir sonst Autos hätten mieten müssen, um mehr von der Gegend zu sehen. Die Schifffahrt war lediglich zwischen Grönland und um Island herum ruckelig; wenn ihr für Seekrankheit anfällig seid, wird das eine ziemliche Herausforderung für euch sein. Aber auf den unteren Decks ist auch das erträglich.
Auf dem Schiff wird allerlei Programm geboten – Kinder können den ganzen Tag an Aktivitäten teilnehmen, es gibt ein Theater, Tanzstunden, Kochkurse, ein Fitness- und Wellnesscenter und den ganzen Tag über etwas zu essen – oft thematisch an das jeweilig besuchte Land angepasst. Einziger Minuspunkt für uns war die Internetverbindung, die den Großteil der Fahrt nicht zustande kam. Man fährt zwar in Urlaub, um von dem Netz wegzukommen, aber es ist manchmal trotzdem ganz schön, zusammen einen Film am Abend anzusehen.

 

Welche Kreuzfahrt könnt ihr mir empfehlen?

Preise

Boston Busse: Um die 20 EUR pro Person
Bosten Schwanenboote: Ca 5$ pro Person
Halifax Zitadelle: Um die 7$ pro Erwachsener
Island Trip: Um die 150 EUR pro Person
Ausflug Inverness, Urquart Castle und Loch Ness: Um die 85 EUR pro Person
Busse nach Edinburgh: Um die 10 EUR pro Person (Shuttle – ganztägig)

Tipps
Auf dem Schiff:
– Auf unteren Decks schlafen wenn ihr dazu neigt, seekrank zu werden
– Ausflüge so früh wie möglich buchen, bevor diejenigen weg sind, die ihr gerne machen möchtet -> Für die Ausflüge rechtzeitig Geld beiseitelegen.
– Wellnessbehandlungen spontan buchen; oft sind auf dem täglichen Schiff-Reisebericht günstigere Angebote dabei
– Getränkeflat nur dann kaufen, wenn man wirklich viel trinkt und evtl. auch abends auf dem Schiff feiern geht. Bei den Mahlzeiten sind bereits Getränke dabei und dafür braucht ihr die Karte nicht
– Es gibt nicht nur See-, sondern auch Landkrankheit (dabei hat man das Gefühl, dass der Boden schwankt). Nach spätestens dem zweiten Stop vergeht das aber wieder!
ZUSATZINFO: Alle Personen unter 25 gelten in den Preisen der AIDA als Kind – nutzt diese Vergünstigung unbedingt, so lange ihr könnt!

An den Orten:
– Boston Swans fahren nur im Sommer
– Die Zitadelle in Halifax hat abends ab 17/18 Uhr freien Eintritt
– Für die Prinz-Christian-Sund Passage müsst ihr früh an Deck sein (ca ab 7 Uhr morgens), sonst habt ihr nicht so viel davon.
– Sagt niemals Islandponys!!!! Es sind PFERDE. Alles andere wird als Beleidigung aufgefasst.
– Geld tauschen -> Ist nicht für alle Länder an Bord möglich, aber es kann überall auch mit Karte gezahlt werden oder man muss lokal einen Automat aufsuchen.
– Schottland ist überraschend billig, wenn man englische Preise gewohnt ist.
– Cawdor Castle ist nicht das ganze Jahr geöffnet – Website vorher prüfen

Weitere Ausflugsziele
Boston: Charlestown, Bunker Hill Monument, Old State House, John Hancock Tower, Old North Church, Boston Public Library, King’s Chapel, Quincy Market, Faneuil Hall Marketplace, Isabella Stewart Gardening Museum, Beacon Hill

Halifax: Halifax Citadel, Uhrturm, St Paul’s Anglican Church, Province House, Art Gallery of Nova Scotia, Brewery Market, Barrington Street, Old Burying Ground , Halifax Public Garden, Privateers Wharf, Pier 21, Maritime Museum of the Atlantic, Peggy’s Cove

St John’s: George Street, Newfoundland Museum, Railway Costal Museum, Anglican Church, Commissariat House, Cabot Tower

Qaqortoq: Marktplatz, Heimatmuseum, Tele-Museum, Erlöserkirche, das gelbe Fachwerkhaus

Reykjavík: Hallgrimskirche, Regierungsgebäude, Idno, Isländisches Nationalmuseum, Öskjulid-Berg und Perlan (Aussichtspunkt)

Invergordon: Loch Ness, Urquart Castle, Dunrobin Castle, Cawdor Castle, Fort George, Schlachtfeld von Culloden, Glenmorangie Destille, Dornoch

Edinburgh/Leith: Royal Yacht Britannia, Edinburgh Castle, St Giles Cathedral, Holyrood Palace, Arthur’s Seat, Scottish National Gallery und Prince Street Gardens

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6 Stops in Portland

6 Stops in Portland

Elf – Über den größten, eigenständigen Buchladen, Portlands Gärten und Downtown

Die nächstgrößere Stadt beim Olympic National Park ist Portland; was unser nächstes Ziel ist und es ist ein überraschend Grünes. Man fährt eine lange Zeit geradeaus bis man überhaupt bemerkt, das man sich bereits in den Außenvierteln befindet und das Zentrum wird sichtbar über mehrere verschachtelte Straßen und Brücken, die einen Blick über die Skyline bieten. Interessanterweise hat die Stadt deutlich weniger wirklich-hohe Hochhäuser, als die meisten anderen Städte (und das mit 2,3 Millionen Einwohnern im Großraum Portland). Auf dem Willamette River schippern viele Boote umher und da die Stadt so viel Wert auf ihr „grünes Image“ legt, kann man an allen Ecken Fahrräder ausleihen. Portland hat viele Häuser im Kolonialstil und auch eine Menge Reihenhäuser mit Balkonen, die sich seitlich hinunter hangeln. Es gibt Brunnen, Parkanlagen und viele kleine Shops, die selbstgemachte Brötchen, Eis und -natürlich- Hotdogs verkaufen. Außerdem kann man Bierbrauereien besichtigen und in einigen regionalen Burgershops stoppen.

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Stop 1: Weil das Wetter so gut ist, machen wir einen Ausflug zum Japanischen Garten, der oberhalb des Stadtzentrums liegt und in alle Touristenführer als erstes angeführt wird. Unserer Meinung nach nicht ganz berechtigt, vor allem, wenn der Eintrittspreis pro Person bei ca 17$ liegt. Die einzig gute Sache an dem Preis ist, dass keine Steuern hinzukommen – Oregon ist der einzige Staat an der Westküste, bei dem dies der Fall ist.
Aber zurück zum Garten: Die Stufen zum Eingangsbereich werden von einem Wasserfall begleitet und ein Blick nach oben zeigt einen schicken Glasbungalow, der als Teesalon dient und wo man ein paar Häppchen essen kann. Zum Eintritt bekommt man auch einen Geländeplan. Man kann die unterschiedlichen Punkte allein ablaufen oder Informationen vom dabei stehenden Personal bekommen. Der Garten führt über Stein- und Wasseranlagen, über Holzbrücken und vorbei an Kunstgalerien. Außerdem gibt es einen Zengarten mit Sand und Kies, sowie einen Bungalow mit japanischen Kunstwerken und historischem Hintergrund zu japanischen Handwerkstechniken. Auf der Terrasse sieht man jahrhundertealte Bonsaibäume und das Klingeln von kleinen, verschnörkelten Windfängern liegt in der Luft. Es ist ein schöner Garten im minimalistischen Stil; es ist aber auch ein stolzer Preis, wenn man eigentlich in nicht einmal einer Stunde alles durchlaufen hat und um die Mittagszeit relativ viel auf engem Raum los ist.

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Stop 2: Glücklicherweise befindet sich gegenüber des Japanischen Gartens der Rosengarten, wegen dem Portland auch „Rose City“ genannt wird. Der Garten wurde 1917 eröffnet, kostet keinen Eintritt und ist sehr beeindruckend mit mehr als 300 Rosenarten, langen Wiesen, Konzertplätzen und Brunnen. Falls ihr im Juni da seid, werden alle Rosen in Blüte stehen und es gibt so viele unterschiedliche zu sehen, dass  man gar nicht weiß, wo man hinschauen soll. Mein Liebling ist die „Rainbow Rose“, die verschiedene farbliche Blütenblätter hat und so groß ist, wie zwei nebeneinander gehaltene Handflächen. Wenn man Glück hat, hört man sogar ein paar Musiker in der Gegend spielen, die die Pavillons als Bühnen nutzen oder mit ihrer Gitarre auf den Treppenstufen der Freilichtbühne hocken. Falls all das nicht überzeugend genug klingt: Da wir hier von einem Rosengarten sprechen, riecht es absolut fantastisch.

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Stop 3: Nach einem Hamburger suchen wir in der Innenstadt nach einem Parkplatz, um irgendwie in die Nähe von „Powell`s City of Books“ zu gelangen. Es ist der größte unabhängige Buchladen der Welt und er erstreckt sich über einen gesamten Häuserblock. Wenn man eintritt, wird man von unterschiedlichen Schildern durch die Buchreihen gelotst, einen Durchblick bekommt man bei all der Auswahl aber nicht wirklich. Unser Airbnb-Gastgeber hatte uns ebenfalls mitgeteilt, dass man mehrere Male dort gewesen sein muss, um sich auch nur ansatzweise zurechtzufinden. Es gibt sogar eine eigene Abteilung von Katzenbüchern (wobei die meisten Autoren natürlich vorgeben, ihre Katze zu sein…). Falls es Bücher gibt, die man hier nicht findet, wäre es wirklich ein Wunder. Scifi, Fantasy, True Crime, Esoterik…alles mischt sich untereinander. An vielen der Bücher hängen einzelne Empfehlungen der Powell-Mitarbeiter, wobei man sich fragen muss, ob die überhaupt noch einen Durchblick haben, bei all den gebrauchten und neuen Büchern, die sich bis an die Decke stapeln. Wer zwischendurch etwas für die Nerven braucht kann auf jeden Fall ins Café im unteren Stockwerk gehen und sich einen Kaffee schnappen. Übrigens… Hut ab an alle Studenten, die hier über Büchern brüten und in Gängen auf dem Boden sitzen – ich fühle mit euch.

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Stop 4: Circa dreißig Minuten außerhalb von Portland befinden sich die Multnomah Falls, die aus atemberaubender Höhe die Felsen hinunterstürzen. Auch wenn sie von weitem erst schmal und etwas unscheinbar wirken, so sind sie umso beeindruckender, wenn man an ihrem tiefsten Punkt steht, das Wasser vor einem aufbraust und man gesprenkelt wird. Es handelt sich dabei eigentlich um zwei Wasserfälle, die einmal in der Mitte gebrochen werden.
Mit Glück ist der Pfad, den man rundum um eine Brücke über die Wasserfälle gehen kann, offen. Bei schlechtem Wetter wird er allerdings geschlossen. Und lasst euch nicht irritieren – der Wasserfall liegt an der Autobahn und der Parkplatz befindet sich in ihrer Mitte!

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Stop 5: Wenn man keine Lust mehr auf Natur und viel Herumgerenne hat, kann eines der größten Einkaufscenter in Portland besuchen. Dort findet ihr in der Regel alles, was ihr braucht und das Essen ist um einiges günstiger. Manche der Zentren haben auch Überraschungen wie eine große Eisfläche enthalten, bei der man ohne Probleme ein paar Schlittschuhe ausleihen kann.

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Stop 6: Downtown. Zugegebenermaßen haben wir nicht die Zeit gehabt, lange in Downtown zu verweilen, man fühlt sich allerdings an kleine Provinzorte mit lokalen Produkten erinnert, wenn man durch die Gassen schlendert. Es gibt alles von chinesischer Kunst, über Eis, Gartenfiguren, Kleidung, Farmshops und Naturkosmetik. Die Bäume sind mit Lichterketten umwickelt und gemusterte, große Plastiktiere stehen an den Straßen. Wer sich in einer Stadt wie auf dem Land fühlen möchte, ist hier bestens aufgehoben.

 

Was ist eure liebste Großstadt und warum?

Preise: 
Japanischer Garten: Erwachsener 16.95$, Rentner 14.50$, Student 13.50$, Kind 11.50$ (ab 6 Jahren, davor freier Eintritt).
Website: https://japanesegarden.org/

Tipps: 
Macht euch keine Gedanken ums Parken, wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid. Die großen Kaufhäuser haben alle freie Parkplätze und wenn ihr in der Innenstadt in die Seitenstraßen fahrt, stehen eure Chancen nicht allzu schlecht, Plätze mit Automaten für 4 Stunden zu finden.